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19.01.2012 | Hegewald CDU
CDU-Abgeordneter und Landrat wollen eng zusammenarbeiten
CDU-Landtagsabgeordneter Reinhard Hegewald und Landrat Harm-Uwe Weber sehen die Ortsumgehung um Aurich sowie die Anbindung des mittelostfriesischen Raumes an die A 31 auf einem guten Weg. Dies sagten beide bei einem Besuch Hegewalds im Auricher Kreishaus. Inzwischen habe die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr schon erste Planungsaufträge vergeben. Dies zeige, dass die neue Bundesstraße keine “Fata Morgana” mehr sei. Hegewald und Weber begrüßen ausdrücklich die Unterstützung für das Vorhaben durch den benachbarten Landkreis Wittmund. Hegewald wünscht sich für die Strecke allerdings noch mehr Unterstützung aus ganz Ostfriesland. “Von diesem Lückenschluss profitiert ja nicht nur Aurich. Davon profitiert das ganze nördliche Ostfriesland – bis hin nach Emden,” erklärt Hegewald. Wichtig ist den beiden Politikern, dass auch die Stadt Norden mit ihrem Umland an die Strecke angebunden wird. Weber wies darauf hin, dass es für den Abzweig nach Norden bereits Planungen beim Landkreis gäbe.

Ein weiterer Besprechungspunkt zwischen Hegewald und Weber war die Vertretung Ostfrieslands bei der Europäischen Union in Brüssel. Hier sehen beide einen konkreten Handlungsbedarf. “Wir Ostfriesen müssen auf dem europäischen Parkett wesentlich präsenter sein”, so Hegewald. Nach Angaben von Weber gilt es, die Verbindungen von Ostfriesland nach Brüssel permanent zu verbessern, um auch zukünftig im Wettbewerb der Regionen bestehen zu können. Als einen Schritt in die richtige Richtung werten Hegewald und Weber die Gründung der “Weser-Ems-Runde” in Brüssel Ende November. Die Weser-Ems-Runde ist ein parteien- und institutionenübergreifendes Brüsseler Netzwerk. Sie führt aus dem Nordwesten Niedersachsens stammende oder für diese Region in Brüssel tätige Entscheidungsträger aus den EU-Organen, der Diplomatie, den Regionalrepräsentanzen sowie der Wirtschaft und den Lobbyorganisationen zusammen. Gemeinsam eint sie das Ziel, die europabezogenen Interessen des Weser-Ems-Raumes in Brüssel nach vorne zu bringen. Hegewald: “Wer als Region in Europa mit reden will, muss dort ein Gesicht haben”.

Hegewald und Weber vereinbarten ein enge Zusammenarbeit für den Landkreis Aurich. Dabei bot Hegewald dem Landrat  an, seine Kontakte zur CDU/FDP-Landesregierung zu nutzen, um für ihn in Hannover bei Bedarf “die eine Türen zu den Ministerien zu öffnen”.



29.09.2011 | Ostfriesen Zeitung/Getkowski
Der Verwaltungsausschuss stimmte für den Verkauf des Grundstücks am Marktplatz in Großheide. Die Klaaßen Verwaltungs GmbH aus Norden will dort zwölf altengerechte Appartements bauen.
Hage/Großheide - Die Klaaßen Verwaltungs GmbH aus Norden will am Marktplatz in Großheide neben dem Hotel "Rein?t sin Hus" Seniorenwohnungen bauen. Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Großheide hat dafür jetzt den Weg freigemacht. Das wichtigste politische Gremium neben dem Rat hat beschlossen, das gemeindeeigene Grundstück an das Unternehmen zu verkaufen. Das bestätigte am Dienstag Bürgermeister Theo Weber auf Nachfrage der OZ. "Der Vertrag muss nur noch notariell unter Dach und Fach gebracht werden."

Damit füllt sich in der Bebauung des Marktplatzes die letzte Lücke. "Zusammen mit der Dorferneuerung bietet das Projekt die Chance, den Marktplatz zu einem wohnlichen Treffpunkt", bringt der Bürgermeister seine Hoffnungen auf den Punkt. Auf dem 2200 Quadratmeter großen Grundstück am Marktplatz soll ein zweigeschossiges Gebäude errichtet werden. "Das Haus hat zwölf Seniorenwohneinheiten", berichtete Werner Brauer, Geschäftsführer der Klaaßen Verwaltungs GmbH. Das sind sechs Appartements weniger als bei der ursprünglichen Planung. Wie mehrfach berichtet, wollte das Unternehmen die Seniorenwohnungen eigentlich auf einem gemeindeeigenen Grundstück unweit des Großheider Schlosses realisieren. Geplant waren dort zwei Gebäudetrakte mit 18 Appartements. Im Frühjahr war das Vorhaben an der Stelle aus denkmalschutzrechtlichen Gründen gescheitert. Nach Brauers Worten rentiere sich das Vorhaben auch in der nun abgespeckten Form am Marktplatz. "Bis auf ein Appartement sind schon alle zwölf reserviert." Das Kostenvolumen beziffert Brauer auf 1,2 Millionen Euro.

Rund-um-die-Uhr-Betreuung bis zur Pflegestufe III kann gewährleistet werden

Priorität hat für die Klaaßen Verwaltungs GmbH allerdings das Projekt "Betreutes Wohnen in Hage". Die Altenwohnungen der Samtgemeinde am Wiesenweg sollen abgerissen werden. Dort ist ein Neubau geplant. Die 30 barrierefreien Wohnungen sind so ausgestattet, dass bei Bedarf sogar eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung bis zur Pflegestufe III gewährleistet werden kann. Den Pflegepart soll der Pflegedienst des Diakonischen Werks übernehmen. Samtgemeindebürgermeister Johannes Trännapp ärgert sich, dass noch nichts geschehen ist. "Die Wohnanlage muss bis Ende 2012 bezugsfertig sein", sagte Trännapp. Doch immer wieder hätte sich die Planung verzögert. Immer wieder habe er nachbohren müssen. "Der Bauantrag ist am Montag rausgegangen", versicherte Brauer gegenüber der OZ.

Am Dienstag lag er nach Auskunft von Landkreissprecher Rainer Müller-Gummels dort aber noch nicht vor. Der Architekt habe den Bau mehrfach umplanen müssen, um die individuellen Wünsche der künftigen Bewohner berücksichtigen zu können, begründete Brauer die Verzögerung. "90 Prozent von ihnen wollten einen besonderen Wohnungszuschnitt. Darum musste die Bausubstanz verändert werden." Außerdem hätten die Brandschutzauflagen eine Überarbeitung der Planungen erforderlich gemacht. Brauer geht aber davon aus, dass der Zeitplan eingehalten wird und die Mieter und Eigentümer der Appartements Ende 2012 ihre behindertengerechten Wohnungen beziehen können.

23.09.2011 | Ostfriesen Zeitung/ Heidi Janssen
Die Großheider fordern einen Radweg von Berumerfehn nach Moorhusen entlang der K 204. 270 Anwohner der Kreisstraße hatten die Petition unterschrieben. Wie schnell gebaut werden kann, hängt auch vom Geld ab.
Großheide - Für den von ihnen geforderten Radweg an der K 204 von Berumerfehn nach Moorhusen ist Uwe Schüler und Helmut de Boer kein Weg zu weit. In der vergangenen Woche sind sie nach Hannover gefahren, um eigenhändig Unterschriftenlisten an den niedersächsischen Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Jörg Bode (FDP), zu übergeben. Am Rande der Landtagssitzung hatten sie Gelegenheit, den Minister zu treffen und ihm die Listen mit mehr als 270 Unterschriften für das Projekt in die Hand zu geben. Schüler und de Boer hatten die Unterschriften unter den Anwohnern der Kreisstraße gesammelt, um die breite Unterstützung für den Lückenschluss zu dokumentieren.

Der Radweg entlang Westerwieke und Fehntjer Weg soll auf der westlichen Seite der stark befahrenen Kreisstraße entstehen, zwischen den Gemeindestraßen Weidekamp in Berumerfehn (Gemeinde Großheide) und dem Brannlanderweg in Moorhusen (Gemeinde Südbrookmerland). Auf der Prioritätenliste des Landkreises steht das Vorhaben bereits weit oben, wie Anne Mareke Rieger, Leiterin des Amtes für Kreisstraßen, sagte. Zwei Projekte sind noch vor dem Radweg an der K 204 dran. Das Land wird den Bau des Radweges fördern. Voraussetzung ist allerdings, dass das Genehmigungsverfahren abgeschlossen ist. Derzeit läuft das Planfeststellungsverfahren beim Landkreis noch. "Aber wir hoffen, es bis Jahresende abschließen zu können", zeigt sich Rieger im OZ-Gespräch optimistisch. Es habe im Verfahren auch Einwände gegeben. "Wir werden versuchen, mit diesen Einwohnern eine Einigung zu erzielen", so Rieger.

Wie schnell der Radweg nach Abschluss des Verfahrens gebaut werden kann, hängt von der Höhe der Mittel ab, die das Land zur Verfügung stellt. Laut Uwe Schüler und Helmut de Boer hat sich Wirtschaftsminister Jörg Bode zwar interessiert gezeigt, aber keine Zusagen gemacht.


16.09.2011 | Ostfriesischen Zeitung -Heidi Janssen
Wasserverband stellt Kläranlage vor
Der Betreiber möchte beim Tag der offenen Tür am Sonntag über Investitionen informieren. Knapp drei Millionen Euro hat der OOWV seit der Übernahme im Jahr 2003 in das Klärwerk Großheide gesteckt.
Großheide - Es ist vielleicht nicht das übliche Ziel für einen Sonntagsausflug, aber möglicherweise ein interessantes: Mit einem Tag der offenen Tür stellt der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) am Sonntag, 18. September, seine Kläranlage am Wiesenweg 25 in Großheide vor. Ab 12 Uhr können Besucher die moderne Anlage besichtigen.

Seit der Übernahme der Abwasserbeseitigung Anfang 2003 durch den OOWV hat der Verband erheblich investiert. Knapp drei Millionen Euro wurden nach Angaben des Unternehmens ausgegeben. In drei Bauabschnitten wurde die Anlage erweitert und modernisiert. Unter anderem wurden das Nachklärbecken verbessert sowie ein neues Maschinenhaus mit Rechenanlage. Damit ist nach Unternehmensangaben die gesetzlich vorgeschriebene Reinigungsleistung auch für die kommenden Jahre sicher gewährleistet. Trotz der Investitionen seien die Gebühren und Entgelte stabil geblieben. Die Absprachen, die der OOWV mit der Gemeinde Großheide getroffen habe, seien eingehalten worden.

Spülwagen, Kranwagen, Pumpen und ein Güllefahrzeug können besichtigt werden

Die Gemeinde hatte die Abwasserentsorgung 2003 an den Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband übertragen, weil ihr das Geld für notwendige Investitionen fehlte. Altes Klärwerk und Kanalisation waren sanierungsbedürftig. Außerdem war die Kapazitätsgrenze erreicht, eine Erweiterung war notwendig. Die runderneuerte und erweiterte Anlage wird den Besuchern am Sonntag bei Führungen vorgestellt und erklärt. Ein Spülwagen, Kranwagen, Pumpen sowie ein Güllefahrzeug können besichtigt werden. Ein Blick ins Labor rundet das Bild ab.

Ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Livemusik und Angeboten für Kinder hat der OOWV für Sonntag auf die Beine gestellt. Wissenswertes rund um das Thema Wasser vermittelt ein Quiz, bei dem es ein Fahrrad zu gewinnen gibt. Das Deutsche Rote Kreuz bewirtet die Gäste. Zur Unterhaltung spielt die Original Ostfriesische Blaskapelle. Für kleine Besucher werden eine Hüpfburg und ein Trampolin aufgebaut. Außerdem werden Ponyreiten und Schminken angeboten. Parkplätze sind auch vorhanden.

Dienststellenleiter Keno Schmidt hofft auf viele Besucher, denen er am Sonntag bei stündlichen Führungen die Kläranlage in Großheide zeigen möchte.

16.09.2011 | Ostfriesen Zeitung/ VON TATJANA GETTKOWSKI
„Anträge wurden ohne Vorwarnung eingereicht“

„Ich sehe diese Entwicklung sehr kritisch.
Für mich hat das mit Landwirtschaft nichts mehr zu tun“, sagt Bürgermeister Theo Weber.


25.08.2011 | Ostfriesen zeitung / Heidi Janssen
Bau der Freizeitanlage wird gefördert
Großheide erhält 65 400 Euro aus einem Tourismus-Topf von Land und EU. Die Verwaltung bereitet derzeit die Ausschreibung der erforderlichen Arbeiten vor.
Großheide - Die Gemeinde Großheide kann den Ausbau der ehemaligen Kiesgrube am Doornkaatsweg zur Freizeitanlage in Angriff nehmen. "Der Bewilligungsbescheid ist da", sagte Bürgermeister Theo Weber.

Die Kommune bekommt für die geplante Umgestaltung des Areals einen Zuschuss aus dem Tourismus-Topf von Land und EU 65400 Euro an Fördermitteln. Das entspricht laut Weber der Hälfte der Investitionssumme von 156 000 Euro. Bis zum Herbst sollen nun die notwendigen Arbeiten ausgeschrieben werden, um dann zügig mit dem Ausbau beginnen zu können. Im Gemeindeetat für 2011 sind für das Vorhaben insgesamt 50 700 Euro veranschlagt. Der Ausbau der ehemaligen Kiesgrube zählt zu den größten Investitionen der Kommune in diesem Jahr. Geplant ist das beliebte Naherholungsgebiet am Doornkaatsweg aufzupeppen. Erforderlich sind zunächst Erd- und Drainagearbeiten. Dann soll der Strand der Kiesgrube erweitert werden. Dies soll mit Füllsand geschehen. Die Alternative, eine Deckschicht aus Dünensand aufzubringen, wurde wegen zu hoher Kosten verworfen.

Es soll eine befestigte Parkfläche für Besucher sowie einige Stellplätze für Wohnmobile angelegt werden. Ein Beachvolleyballfeld komplettiert die Anlage. Ein Lärmschutzwall soll so errichtet werden, dass auf der Innenseite ein Areal für Veranstaltungen entsteht. Der vorhandene Rundwanderweg wird ausgebessert. Noch offen ist laut Weber die Frage, ob Hunde auf die Freitzeitanlage dürfen oder nicht.


23.08.2011 | Ostfriesischer kurier / Ricken
Dorferneuerung in Großheide: Arbeitsgruppe ist gebildet
Planung - Engagierte Bürger sammeln erste Ideen
 
großheide
/mARi – Ein wichtiger Schritt zur Dorferneuerung in Großheide wurde am Montagabend gemacht.

Rund 20 Bürger wollen sich im Arbeitskreis engagieren und Ideen zur Neugestaltung beitragen.

Vor etwa 70 interessierten Großheidern erläuterte Anja Thomßen vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen(LGLN) das Verfahren, um an die Fördermittel zu kommen.

Die Projektplanung und -umsetzung wird in Händen des Büros „Planungsgruppe Ländlicher Raum“ der Architektin und Stadtplanerin Luise Fauerbach-Geiken sowie Stephan Cornelius liegen. Die Planungsphase wird ein Jahr betragen. Bis alle Maßnahmen umgesetzt sind, können bis zu zehn Jahre vergehen (Seite 11).


10.05.2011 | Ostfriesen Zeitung
Christdemokraten setzen auf eine bunte Mischung aus Alt und Jung
Großheider CDU stellt Kreistagskandidaten vor /Mitgliederversammlung bestätigte die neuen Bewerber
 Tjardo Kleen steht nicht mehr als Kandidat zur Verfügung. Er will den Weg für Jüngere freimachen.

Kandidaten aus Großheide tritt die CDU bei der Kommunalwahl am 11. September 2011 für den Kreistag des Landkreis Aurich im Wahlbezirk 02 an.

Hier finden sich Bewerber aus den Gemeinde Hage, Dornum, Norderney, Juist und Großheide.Tjardo Kleen, der die CDU Großheide über viele Jahre im Kreistag vertrat, tritt nicht mehr an. Er will den Weg für jüngere  CDU-Mitglieder freimachen.

„Ich habe die Aufgabe für die Gemeinde Großheide und CDU gerne gemacht“, so  Kleen. Durch seine große politische Erfahrung galt er als ein anerkannter Fachmann im Kreistag. Kleen ist der einzige politische Vertreter der Gemeinde Großheide im Kreistag und ist Mitglied im Ausschuss für Schulen, Sport und Kultur sowie im Grundstücks- und Verkehrsausschuss. Außerdem ist er Vorsitzender des Beirat für die Kreisvolkshochschule Norden.

Mit Erwin Erdmann, Angelika Sassen und Egon Eberhards wurden drei Kandidaten gefunden, die die CDU Großheide und die Gemeinde im Kreistag vertreten möchten. In der jüngsten Mitgliederversammlung wurden die neuen Bewerber bestätigt.

In Abstimmung mit den anderen CDU-Ortsverbänden im Wahlbezirk 02 wurde die Rangfolge in der CDU Bewerberliste festgelegt. „Die CDU schickt gute und motivierte Kandidaten ins Rennen. Es ist gelungen einen Mix von Jung und Alt, Frauen und Männer zu finden“, so Erdmann.

Am 12. Mai wird die Rangfolge offiziell in einer Mitgliederversammlung des CDU Kreisverband bestimmt und verabschiedet.

Die CDU Großheide appelliert an die Großheider Wähler, den Kandidaten ihre Stimme zu geben, damit auch in Zukunft ein politischer CDU Vertreter für die Gemeinde Großheide entsandt werden kann. „Wir brauchen eine hohe Wahlbeteiligung in Großheide, um unsere Großheider Interessen im Landkreis vertreten zu können.

Wichtig sind uns besonders die Jungwähler und Erstwähler, die bereits mit 16 Jahren an der Kommunalwahl teilnehmen können.

„Sie sollten Ihr demokratisches Wahlrecht nicht verfallen lassen“, mahnt Erwin Erdmann.
 


05.05.2011 | Ostfriesen Zeitung/ Von Tatjana Gettkowski
Am 21.Juni Mittsommernachtsfest geplant
Die Verwaltung hat neue Pläne für Ausbau des Geländes am Doornkaatsweg vorgelegt. 50 700 Euro sind im Haushalt eingeplant. Für die Umsetzung der bisherigen Ideen reicht dieser Betrag nicht aus.

Bis zum 15. Mai darf sich Hunde hier noch abkühlen. Danach ist der Badesee Menschen vorbehalten - bis zum 15. September.

19.03.2011 | Ostfriesen Zeitung/Von Tatjana Gettkowski
Gemeinderat beschließt Steuererhöhung
Die Ratsmehrheit hat den Haushalt 2011 verabschiedet. Bis zum Ende des Jahres wird der Schuldenberg auf 1,9 Millionen Euro anwachsen..
Großheide - Die Gemeinde Großheide steckt tief in den roten Zahlen. Bis zum Ende des Jahres wird sich der Schuldenberg nach Berechnungen von Kämmerer Theo Kutscher auf 1,9 Millionen Euro auftürmen. In seiner Sitzung am Donnerstagabend im Saal des "Kompaniehauses" stimmte der Gemeinderat Großheide mehrheitlich dem Haushaltsplan zu - auch, wenn der Etat für das laufende Geschäft mit einem Defizit in Höhe von 487 500 Euro abschließt.

Wie Kutscher erläuterte, seien die "Miesen" in erster Linie der Einführung des neuen kommunalen Rechnungswesens geschuldet. "Der Netto-Mehraufwand liegt bei 523 800 Euro", berichtete der Kämmerer. Er rechnet mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 607 400 Euro. Das sind 35 900 Euro mehr als im Vorjahr. "Allerdings bleiben uns davon nur zehn Prozent." Investitionen wie die Anschaffung eines Spezialfahrzeugs für den Bauhof, der Ausbau der Freizeitanlage am Kiessee am Doornkaatsweg oder Sanierungsprojekte an den Schulen seien nur durch die Aufnahme von Krediten in Höhe von 441 800 möglich. Folge: Die Pro-Kopf-Verschuldung in der Gemeinde verdreifacht sich im Vergleich zum Vorjahr auf 219,07 Euro.

Nach den Worten von Kutscher ein schwacher Trost: "Wir liegen damit immer noch unter dem Landesdurchschnitt von 449,39 Euro." Als mögliche Schritte auf dem Weg aus der Misere schlug der Kämmerer vor, freiwillige Aufgaben zu überdenken, die Straßenbaukolonne aufzulösen und die Steuern zu erhöhen. Während der Sitzung wurde dann auch mehrheitlich beschlossen, die Gewerbesteuer ab 2012 von 330 auf 380 Prozentpunkte zu erhöhen. Der Satz für die Grundsteuer A und B soll bis 2013 von derzeit 330 in zwei Schritten auf 340 Punkte erhöht werden.